SEO daily

Ich bin Webentwickler und poste an dieser Stelle täglich Tipps rund um SEO. Außerdem mache ich Ausflüge ins UX-Design.

Perfekte Zeilenlänge

Texte sind dann einfach zu lesen, wenn die Zeilen angenehm proportioniert sind. Bei Bildunterschriften mit kleinen Schriftgrößen werden Textzeilen schnell unangenehm lang, sodass sie unter Umständen gar nicht mehr gelesen werden. Mit einem kleinen Trick kannst du die Textzeile aber immer an die Schriftgröße anpassen.
#example-1 {
  font-size: 1em;
  width: 10em;
}

#example-2 {
  width: 20ch;
}
example-1 orientiert sich an der geerbten Schriftgröße. Ist die font-size 16px, dann ist das DIV 160px breit.

example-2 orientiert sich an der Zeichenzahl mit einer 0 als Referenz, also an der Breite von 20 Nullen. Empfehlenswert sind etwa 65 Zeichen pro Zeile. Zeilen in einer Antiqua-Schrift gesetzt, dürfen auch einen Tick breiter sein.

Starte mit einer Routine

Ich strukturiere momentan einen umfangreichen Webauftritt neu. Dabei kann es schnell passieren, dass ein Link ins Leere führt oder eine alte URL nicht mehr richtig weitergeleitet wird.

Deshalb öffne ich jeden Morgen als Erstes die Google Search Console und prüfe, ob neue 404-Fehler aufgetaucht sind. Falls nötig, richte ich eine passende 301-Weiterleitung in der htaccess-Datei ein. Anschließend starte ich die Validierung und lasse Google die Korrektur erneut überprüfen.

Halte es überschaubar

Google Analytics liefert zahlreiche Informationen über Nutzer und ihr Verhalten. Doch nicht jede Kennzahl ist gleichermaßen relevant. Entscheidend ist, die wichtigsten KPIs zu beobachten.

Ein übersichtliches Dashboard hilft dabei, den Fokus zu behalten. Stell dir dein GA-Dashboard wie das Cockpit eines Kleinwagens vor: Du brauchst nicht jede einzelne Anzeige, sondern nur die Informationen, die dir zeigen, ob alles rundläuft. So behältst du den Überblick und kannst deine Website gezielt optimieren.

Mach's klein

Du kennst das: Du besuchst eine Website und die Bilder bauen sich nur quälend langsam auf. Wenn es nicht am schwachen Netz liegt, dann ganz bestimmt an den Bilddateien, die in kleine Container gepackt wurden. Das kostet Ladezeit und wirkt sich direkt auf die Nutzererfahrung aus. Mit PageSpeed Insights kannst du solche Probleme schnell erkennen.

Praktisch: Google bietet mit Squoosh gleich ein passendes Werkzeug an. Per Drag & Drop kannst du Bilder komprimieren und beispielsweise als WebP- oder AVIF-Datei speichern.

In meinem Fall konnte ich die Dateigröße um 54 % reduzieren – ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Das Ergebnis: weniger Daten, schnellere Ladezeiten und eine deutlich flottere Seite.

Die Plotregel

Gestern habe ich wieder ein Hörspiel aus der Reihe „Das war morgen“ bei ARD Sounds gehört. Einleitend zu der Folge „Temperatursturz“ sagte der Moderator: „Es gibt für uns Autoren eine ungeschriebene Plotregel: Je weniger Sätze man benötigt, um den Inhalt einer Geschichte zu beschreiben, desto besser ist im Anschluss daran die Struktur der Geschichte selbst.“
Eine Regel, die, wie ich finde, genauso auch für SEO gilt.

Wie tickt deine Zielgruppe?

Wenn deine Seite bereits viele Impressionen erzielt, aber nur wenige Klicks erhält, lohnt sich ein genauer Blick. Die Frage ist nicht: „Wie bekomme ich mehr Besucher?“ Sondern: „Was biete ich den Besucher an, damit sie bei ihrer Suche weiterkommen?“ Eine große Chance liegt darin, bestehende Inhalte zu verbessern und sinnvoll zu verlinken.

Meine Lektüreempfehlung:
»Nudge, Wie man kluge Entscheidungen anstößt« von Richard H. Thaler und Cass R. Sunstein. Das Buch beschreibt anschaulich, wie effektiv ein durchdachter Anstupser sein kann.

Typeface

Aus SEO-Sicht ist der Inhalt einer Website am wichtigsten. Beachte aber, dass du für Menschen schreibst, und optimiere deshalb auch das Schriftbild. Die Agentur Adler Schmidt hat bereits 2015 einen sehr lesenswerten Beitrag zur Leserlichkeit von Schrift geschrieben. Darin geht es um Leserlichkeit, Schriftgröße, Zeichen- und Zeilenabständen, Kontrast ...

highlights.js

Möchtest du deine Erfahrung weitergeben? Dann empfehle ich dir highlightjs.org/. Das ist eine Javascript-Software, die deine Programmiersprache erkennt und farblich absetzt.
<link rel="stylesheet" href="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/highlight.js/11.12.0/styles/default.min.css">
<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/highlight.js/11.12.0/highlight.min.js"></script>

<!-- and it's easy to individually load additional languages -->
<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/highlight.js/11.12.0/languages/go.min.js"></script>

<script>hljs.highlightAll();</script>

reCAPTCHA v2

Um Bots von Formularen auszuschließen, nutze ich reCAPTCHA von Google. Bei mir gab es Speicherprobleme mit der v3. Gelöst habe ich das Problem mit v2. Allerdings auch momentan noch ohne den Cookie Consent von Silktide.

Mach deine Sitemap dynamisch!

Sitemaps müssen nicht statisch sein. Mit etwas Erfahrung kannst du eine PHP-Datei erstellen, die beim Aufruf automatisch XML-Daten ausgibt. Das Tolle daran: Die Sitemap wächst automatisch mit. Neue Künstler, Projekte oder News, die in der Datenbank angelegt werden, können direkt in die Sitemap übernommen werden. In der Google Search Console musst du anschließend nur noch die URL der PHP-Datei als Sitemap angeben. Ich habe es gerade ausprobiert und muss mich im Idealfall um nichts mehr kümmern.

Nutze Schema.org!

Strukturierte Daten verbessern die Darstellung in den Suchergebnissen. Sie erhöhen aber nicht unbedingt dein Google-Ranking. Durch maschinenlesbare Auszeichnungen im HTML (als JSON-LD im eingebunden) hilfst du Suchmaschinen und KI-Systemen, Inhalte und Zusammenhänge besser zu verstehen.

Vertrauen ist besser

Sammle echte Kundenstimmen. Sie zeigen Erfahrung und bauen Vertrauen auf. Im besten Fall werden die Nutzer sogar zu Kunden.

Weniger ist mehr

Verwende Suchbegriffe in der Headline und in der Einleitung, aber setze sie im Content sparsam ein. Schreibe natürlich und nutze Synonyme. Google versteht Zusammenhänge!

Eine Newsbar lohnt sich

Ein Live-Feed kann die Sichtbarkeit und Klickrate erhöhen. Achte aber darauf, dass er mobil nicht stört und keine Layout-Verschiebungen verursacht. Das mag Google gar nicht.

Zeige Kundenreferenzen

Wenn du auf deiner Website mit bekannten Kunden, Agenturen oder Verlagen gearbeitet hast, solltest du diese Referenzen auch für Suchmaschinen lesbar machen. Ein häufiger Fehler: Alle Logos werden zu einem einzigen Bild zusammengefasst. Für Besucher sieht das gut aus. Für Google ist es allerdings unmöglich, die einzelnen Unternehmensnamen daraus zu erkennen und mit deinem Angebot in Verbindung zu bringen. Und wenn deine Referenzen aus einer Datenbank kommen, lässt sich das Ganze sogar vollständig dynamisch mit PHP umsetzen.

Warum alt-Texte wichtig sind

Alt-Texte helfen Suchmaschinen dabei zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist. Google kann Bilder mittlerweile zwar auch mit KI analysieren, aber oft fehlt der genaue Zusammenhang. Eine gute Bildbeschreibung liefert zusätzlichen Kontext.

Außerdem machen Alt-Texte deine Website barriereärmer. Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt sehen können, nutzen zum Beispiel Screenreader. Diese Programme lesen Inhalte vor oder wandeln sie in Brailleschrift um.

Am besten schreibst du deinen Alt-Text so, als würdest du einer blinden Person kurz erklären, was auf dem Bild zu sehen ist.

Ein guter Alt-Text sollte:

  • etwa 5–15 Wörter lang sein
  • natürlich und verständlich formuliert sein
  • keine Keyword-Ketten enthalten
  • den eigentlichen Bildinhalt beschreiben
  • bei Grafiken eine wichtige Aussage mitliefern (zum Beispiel: „Steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten“)