SEO daily

Ich bin Webentwickler und poste an dieser Stelle regelmäßig Tipps rund um Content und SEO. Außerdem mache ich Ausflüge ins UX-Design.

Mit 5 Wörtern Interesse wecken

Du hast dir Mühe gegeben bei der Recherche zu einem Beitrag, aber deine Leser sind schnell wieder abgesprungen? Und du beobachtest, dass immer mehr Leser die Nachrichten auf anderen Websites lesen? Was kannst du ganz einfach verbessern?

Die AIDA-Methode:

  • Attention: Die Headline enthält mind. 1 Keyword und ein Nutzerversprechen.
  • Die Überschrift soll neugierig machen: durch Irritation, Witz und Spannung.
  • Insight: Danach folgt eine knappe Beschreibung des Interesses, das Nutzer haben könnten.
  • Desire: Du stellst einen Benefit der Methode voran.
  • Nenne nicht mehr als zwei weitere Neben-Vorteile.
  • Wenn du dich nicht einschränken möchtest, dann fass dich kurz und benutze Bulletpoints.
  • Action: Formuliere deinen Call-to-Action mit Wörtern wie »leicht«, »einfach«, »schnell« oder »bitte«.

Doppelpunkt & Gedankenstrich

Heute entstehen viele Texte mit KI. Wer sich intensiv mit Sprache beschäftigt, erkennt schnell, ob ein Text von einem Menschen stammt oder generiert wurde.

Bis vor Kurzem war ich selbst ein Fan von Doppelpunkt und Gedankenstrich. Der Autor Wolf Schneider (Das Handbuch für attraktive Texte) sagt, dass diese Satzzeichen Musik machen. Da ist etwas dran. Doch auch die KI-Entwickler haben das erkannt. Inzwischen wimmelt es von Doppelpunkten und Gedankenstrichen. Was gestern noch ein gutes Stilmittel war, ist zum Erkennungszeichen künstlich erzeugter Texte geworden.

Zeit also, sich wieder auf natürlich klingende Sätze zu besinnen. Wie das gelingt, darum soll es künftig hier gehen.

GTM statt gtag.js

Verwende nich die direkte Einbindung von Google Analytics via gtag.js und GTM gleichzeitig. Ansonsten hast du unter Umständen verfälschte Suchergebnisse durch doppelte Erfassung.

Gemini vor ChatGPT

Seit Ende November 2025 gibt es TYPO3 14.0.0. Das Backend wurde kräftig umgeräumt und umbenannt. Wer das alte System noch im Kopf hat, muss sich neu orientieren: Web > Liste heißt jetzt Content > Records. Und die neuen Icons? Kurz gesagt: Nicht besonders aussagekräftig.

Manchmal bleibt nicht viel zeit um sich durch die Dokumentationen zu arbeiten. Also habe ich ChatGPT gefragt. Keine gute Idee. Viele Tipps passten nur zu älteren TYPO3-Versionen. Nach frustrierenden Endlosschleifen und Herumraterei durch die KI habe ich dann Gemini gefragt. Und siehe da: Problem gelöst. In wenigen Minuten.

Videos richtig einbinden

Videos bedürfen etwas mehr Aufwand als Bilder, um sicher von Google als abspielbares Medium erkannt und gelesen zu werden.

Ein Video sollte technisch gut erreichbar sein:
Dazu benötigst du ein Video z.B. im MP4-Format mit einer eindeutigen URL mit Videokontrollbutton und HTTPS.

Ergänze einige Infos im JSON-Code im Bereich der Website.

<script type="application/ld+json">
{
  "@context": "https://schema.org",
  "@type": "VideoObject",
  "name": "Example Animation",
  "description": "A short animated presentation created for a fictional company.",
  "thumbnailUrl": "https://www.example.com/videos/example-animation-thumb.jpg",
  "uploadDate": "2025-06-15",
  "duration": "PT1M32S",
  "contentUrl": "https://www.example.com/videos/example-animation.mp4",
  "embedUrl": "https://www.example.com/en/animation/example-animation",
  "publisher": {
    "@type": "Organization",
    "name": "Example Agency",
    "logo": {
      "@type": "ImageObject",
      "url": "https://www.example.com/images/logo.jpg"
    }
  },
  "creator": {
    "@type": "Person",
    "name": "Example Illustrator"
  }
}
</script>
Und im BODY der Website dann:

&lt;video controls
        playsinline
        poster="https://www.example.com/videos/example-animation-thumb.jpg"
        width="800"
    &gt;
    &lt;source
        src="https://www.example.com/videos/example-animation.mp4"
        type="video/mp4"
    &gt;
    Your browser does not support the video tag.
&lt;/video&gt;
Teste es in
https://validator.schema.org und
https://search.google.com/

Adobe Extend Script

Heute habe ich einfach mal ausprobiert, ob ich mit Hilfe von KI ein kleines Adobe Extend Script für Photoshop erstellen kann, das mir die Bildoptimierung abnimmt.

Die Idee war eigentlich ganz simpel: Bilder mit maximal 720 px Seitenlänge sollten automatisch auf maximal 600 px (für Retina-Displays) verkleinert und gleichzeitig von JPEG in WebP umgewandelt werden. Die Originaldateien sollten dabei unangetastet bleiben.

Das Ergebnis hat mich dann doch überrascht:

77 Bilder 21,7 MB vorher → 3,4 MB nachher Das entspricht einer Reduzierung der gesamten Datenmenge um rund 84 %. Und das Ganze hat gerade einmal 38 Sekunden gedauert. Natürlich ist das nur ein kleiner Test und nicht jedes Bild verhält sich gleich. Aber gerade bei vielen Bildern auf einer Website kann so eine Reduzierung der übertragenen Datenmenge durchaus einen spürbaren Unterschied bei der Ladegeschwindigkeit machen.

Für mich war dabei eigentlich der spannendere Teil, dass sich so ein kleines Photoshop-Skript mit Unterstützung durch KI relativ unkompliziert entwickeln lässt. Aus einem kleinen Experiment ist damit gleich eine ganz praktische Optimierung für die Website geworden.

Fixer Bildaufbau

Große Slideshow-Bilder oder Videos sind reizvoll, können aber den Ladevorgang der Website stark ausbremsen. Ich benutze gerne das AVIF-Format mit angenehm kleiner Dateigröße.
Heute bin ich zwei Schritte weitergegangen:
Zum einen habe ich dem ersten Bild der Slideshow eine höhere Priorität beim Laden gegeben.
<img
    src="../images/slide/<?= htmlspecialchars($slide['bild']) ?>"
    alt="<?= htmlspecialchars($slide['tag']) ?>"
    draggable="false"
    <?= $index === 0 ? 'fetchpriority="high"' : 'loading="lazy"' ?>
Zum anderen habe ich eine .htaccess-Datei im Slideshow-Bilderordner abgelegt mit dem Befehl, dass nur diese Bilder 30 Tage im Cache gespeichert werden sollen.

<IfModule mod_headers.c>
  <LocationMatch "^/images/slideshow/">
    Header set Cache-Control "public, max-age=2592000, immutable"
  </LocationMatch>
</IfModule>

Touchpoints entschlacken

Nutzer suchen Orientierung. Zu viele Informationen können aber auch überfordern,Entscheidungen erschweren, und Conversions verhindern.

Deshalb sollten Inhalte auf ihre Relevanz geprüft werden. Gute Informationen sind klar strukturiert, leicht verständlich und auf das Wesentliche reduziert.

Perfekte Zeilenlänge

Texte sind dann einfach zu lesen, wenn die Zeilen angenehm proportioniert sind. Bei Bildunterschriften mit kleinen Schriftgrößen werden Textzeilen schnell unangenehm lang, sodass sie unter Umständen gar nicht mehr gelesen werden. Mit einem kleinen Trick kannst du die Textzeile aber immer an die Schriftgröße anpassen.
#example-1 {
  font-size: 1em;
  width: 10em;
}

#example-2 {
  width: 20ch;
}
example-1 orientiert sich an der geerbten Schriftgröße. Ist die font-size 16px, dann ist das DIV 160px breit.

example-2 orientiert sich an der Zeichenzahl mit einer 0 als Referenz, also an der Breite von 20 Nullen. Empfehlenswert sind etwa 65 Zeichen pro Zeile. Zeilen in einer Antiqua-Schrift gesetzt, dürfen auch einen Tick breiter sein.

Starte mit einer Routine

Ich strukturiere momentan einen umfangreichen Webauftritt neu. Dabei kann es schnell passieren, dass ein Link ins Leere führt oder eine alte URL nicht mehr richtig weitergeleitet wird.

Deshalb öffne ich jeden Morgen als Erstes die Google Search Console und prüfe, ob neue 404-Fehler aufgetaucht sind. Falls nötig, richte ich eine passende 301-Weiterleitung in der htaccess-Datei ein. Anschließend starte ich die Validierung und lasse Google die Korrektur erneut überprüfen.

Halte es überschaubar

Google Analytics liefert zahlreiche Informationen über Nutzer und ihr Verhalten. Doch nicht jede Kennzahl ist gleichermaßen relevant. Entscheidend ist, die wichtigsten KPIs zu beobachten.

Ein übersichtliches Dashboard hilft dabei, den Fokus zu behalten. Stell dir dein GA-Dashboard wie das Cockpit eines Kleinwagens vor: Du brauchst nicht jede einzelne Anzeige, sondern nur die Informationen, die dir zeigen, ob alles rundläuft. So behältst du den Überblick und kannst deine Website gezielt optimieren.

Mach's klein

Du kennst das: Du besuchst eine Website und die Bilder bauen sich nur quälend langsam auf. Wenn es nicht am schwachen Netz liegt, dann ganz bestimmt an den Bilddateien, die in kleine Container gepackt wurden. Das kostet Ladezeit und wirkt sich direkt auf die Nutzererfahrung aus. Mit PageSpeed Insights kannst du solche Probleme schnell erkennen.

Praktisch: Google bietet mit Squoosh gleich ein passendes Werkzeug an. Per Drag & Drop kannst du Bilder komprimieren und beispielsweise als WebP- oder AVIF-Datei speichern.

In meinem Fall konnte ich die Dateigröße um 54 % reduzieren – ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Das Ergebnis: weniger Daten, schnellere Ladezeiten und eine deutlich flottere Seite.

Die Plotregel

Gestern habe ich wieder ein Hörspiel aus der Reihe „Das war morgen“ bei ARD Sounds gehört. Einleitend zu der Folge „Temperatursturz“ sagte der Moderator: „Es gibt für uns Autoren eine ungeschriebene Plotregel: Je weniger Sätze man benötigt, um den Inhalt einer Geschichte zu beschreiben, desto besser ist im Anschluss daran die Struktur der Geschichte selbst.“
Eine Regel, die, wie ich finde, genauso auch für SEO gilt.

Wie tickt deine Zielgruppe?

Wenn deine Seite bereits viele Impressionen erzielt, aber nur wenige Klicks erhält, lohnt sich ein genauer Blick. Die Frage ist nicht: „Wie bekomme ich mehr Besucher?“ Sondern: „Was biete ich den Besucher an, damit sie bei ihrer Suche weiterkommen?“ Eine große Chance liegt darin, bestehende Inhalte zu verbessern und sinnvoll zu verlinken.

Meine Lektüreempfehlung:
»Nudge, Wie man kluge Entscheidungen anstößt« von Richard H. Thaler und Cass R. Sunstein. Das Buch beschreibt anschaulich, wie effektiv ein durchdachter Anstupser sein kann.

Typeface

Aus SEO-Sicht ist der Inhalt einer Website am wichtigsten. Beachte aber, dass du für Menschen schreibst, und optimiere deshalb auch das Schriftbild. Die Agentur Adler Schmidt hat bereits 2015 einen sehr lesenswerten Beitrag zur Leserlichkeit von Schrift geschrieben. Darin geht es um Leserlichkeit, Schriftgröße, Zeichen- und Zeilenabständen, Kontrast ...

highlights.js

Möchtest du deine Erfahrung weitergeben? Dann empfehle ich dir highlightjs.org/. Das ist eine Javascript-Software, die deine Programmiersprache erkennt und farblich absetzt.
<link rel="stylesheet" href="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/highlight.js/11.12.0/styles/default.min.css">
<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/highlight.js/11.12.0/highlight.min.js"></script>

<!-- and it's easy to individually load additional languages -->
<script src="https://cdnjs.cloudflare.com/ajax/libs/highlight.js/11.12.0/languages/go.min.js"></script>

<script>hljs.highlightAll();</script>

reCAPTCHA v2

Um Bots von Formularen auszuschließen, nutze ich reCAPTCHA von Google. Bei mir gab es Speicherprobleme mit der v3. Gelöst habe ich das Problem mit v2. Allerdings auch momentan noch ohne den Cookie Consent von Silktide.

Mach deine Sitemap dynamisch!

Sitemaps müssen nicht statisch sein. Mit etwas Erfahrung kannst du eine PHP-Datei erstellen, die beim Aufruf automatisch XML-Daten ausgibt. Das Tolle daran: Die Sitemap wächst automatisch mit. Neue Künstler, Projekte oder News, die in der Datenbank angelegt werden, können direkt in die Sitemap übernommen werden. In der Google Search Console musst du anschließend nur noch die URL der PHP-Datei als Sitemap angeben. Ich habe es gerade ausprobiert und muss mich im Idealfall um nichts mehr kümmern.

Nutze Schema.org!

Strukturierte Daten verbessern die Darstellung in den Suchergebnissen. Sie erhöhen aber nicht unbedingt dein Google-Ranking. Durch maschinenlesbare Auszeichnungen im HTML (als JSON-LD im eingebunden) hilfst du Suchmaschinen und KI-Systemen, Inhalte und Zusammenhänge besser zu verstehen.

Vertrauen ist besser

Sammle echte Kundenstimmen. Sie zeigen Erfahrung und bauen Vertrauen auf. Im besten Fall werden die Nutzer sogar zu Kunden.

Weniger ist mehr

Verwende Suchbegriffe in der Headline und in der Einleitung, aber setze sie im Content sparsam ein. Schreibe natürlich und nutze Synonyme. Google versteht Zusammenhänge!

Eine Newsbar lohnt sich

Ein Live-Feed kann die Sichtbarkeit und Klickrate erhöhen. Achte aber darauf, dass er mobil nicht stört und keine Layout-Verschiebungen verursacht. Das mag Google gar nicht.

Zeige Kundenreferenzen

Wenn du auf deiner Website mit bekannten Kunden, Agenturen oder Verlagen gearbeitet hast, solltest du diese Referenzen auch für Suchmaschinen lesbar machen. Ein häufiger Fehler: Alle Logos werden zu einem einzigen Bild zusammengefasst. Für Besucher sieht das gut aus. Für Google ist es allerdings unmöglich, die einzelnen Unternehmensnamen daraus zu erkennen und mit deinem Angebot in Verbindung zu bringen. Und wenn deine Referenzen aus einer Datenbank kommen, lässt sich das Ganze sogar vollständig dynamisch mit PHP umsetzen.

Warum alt-Texte wichtig sind

Alt-Texte helfen Suchmaschinen dabei zu verstehen, was auf einem Bild zu sehen ist. Google kann Bilder mittlerweile zwar auch mit KI analysieren, aber oft fehlt der genaue Zusammenhang. Eine gute Bildbeschreibung liefert zusätzlichen Kontext.

Außerdem machen Alt-Texte deine Website barriereärmer. Menschen, die nicht oder nur eingeschränkt sehen können, nutzen zum Beispiel Screenreader. Diese Programme lesen Inhalte vor oder wandeln sie in Brailleschrift um.

Am besten schreibst du deinen Alt-Text so, als würdest du einer blinden Person kurz erklären, was auf dem Bild zu sehen ist.

Ein guter Alt-Text sollte:

  • etwa 5–15 Wörter lang sein
  • natürlich und verständlich formuliert sein
  • keine Keyword-Ketten enthalten
  • den eigentlichen Bildinhalt beschreiben
  • bei Grafiken eine wichtige Aussage mitliefern (zum Beispiel: „Steigende Nachfrage nach nachhaltigen Produkten“)

Strategisch texten

Ob eine Beitrag gelesen wird oder nicht, hängt stark vom ersten Satz ab. Weckt dieser keine Neugier, wird schnell etwas interessanteres gesucht. Halte die Lesenden daher bei Laune, indem du dir überlegst, welche Überlegungen deine Sätze bei ihnen hervorrufen. Ist deine erneute Reaktion auf die imaginäre Frage der Lesenden wieder interessant, bist du auf dem guten Weg zu einem Text, der bis zum Ende durchgelesen wird.